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Lexikon |
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Zeitlupe - das online-magazin |
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| Union Economique et Monétaire Ouest-Africaine (UEMOA) Die westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion wurde nach der 50-prozentigen Abwertung des Francs CFA 1994 von verschiedenen westafrikanischen Staaten mit dem Ziel der Wirtschaftsintegration gegründet. Sie ersetzt damit deren Vorgänger, die Communauté de l’Afrique de l’Ouest (CEAO) und die Union Monétaire Ouest-Africaine (UMOA). Derzeit umfasst die UEMOA acht Mitgliedsländer: Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo. Die auch über Sanktionsmechanismen verfügende Organisation konzentriert sich auf die Stufen klassischer Wirtschaftsintegration. So stehen die Senkung der Zölle, die Errichtung einer Freihandelszone mit einem gemeinsamen Außenzoll, sowie ein gemeinsamer Markt ähnlich dem Europäischen Binnenmarkt mit Verkehrsfreiheit für Personen, Güter, Dienstleistungen und Kapital auf dem Programm der UEMOA. Die Wirtschaftsunion soll die nationalen Strategien bei der Wirtschaftspolitik einander annähern und somit auch die nationale Gesetzgebung harmonisieren und rationalisieren. Dazu gibt es verschiedene Organe, unter anderem den Rat und den Rechnungshof, die auch über die gemeinsamen Zolleinnahmen entscheiden. Für den Zeitraum 2004 bis 2008 wurde im Mai 2004 ein ökonomisches, regionales Entwicklungsprogramm (Programm Economique Régional, PER) angenommen, das mit 851 Milliarden Francs CFA finanziert werden soll. Das Programm ist auf fünf Jahre angesetzt. Trotzdem besteht jedes Jahr die Möglichkeit, die Bedürfnisse der einzelnen Projekte neu zu bewerten. Da die UEMOA gerade erst ihr zehnjähriges Bestehen feiert und dementsprechend
bislang in erster Linie mit dem strukturellen Aufbau der Organisation
beschäftigt war, bleibt noch abzuwarten, was die bisherigen Ansätze
an Erfolgen bringen werden. Das Konzept dieser Organisation verspricht
jedenfalls ein aussichtsreiches Projekt für die Zukunft zu sein.
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