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| Economic Community of West African States (ECOWAS) Die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten wurde 1975 auf Initiative von Togo und Nigeria mit dem Ziel der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Lagos gegründet. Neben währungspolitischen Fragestellungen rückten 1989 mit der Entsendung der umstrittenen Friedenstruppe ECOMOG (ECOWAS Monitoring Group) in das Mitgliedsland Liberia auch sicherheitspolitische Fragestellungen in den Blickpunkt des Zusammenschlusses. Die ECOWAS umfasst 16 Mitglieder: Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kapverdische Inseln, Liberia (seit 1980 ausgeschlossen), Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo. Die Mitgliedsländer streben eine typische stufenweise wirtschaftliche Integration über eine Zollunion und einen gemeinsamen Markt bis hin zu einer Währungsunion an. Langfristig soll sogar eine politische Union eine Perspektive sein. In der Praxis stellt sich dieses Vorhaben jedoch als schwierig dar. Zum einen herrschen beträchtliche Strukturunterschiede zwischen den Mitgliedsländern, zum anderen gehören die einzelnen Länder zu unterschiedlichen Währungszonen. Außerdem haben die jeweiligen Mitgliedsländer unterschiedliche Entwicklungsstrategien. Zusätzlich wird ihr Vorhaben durch die Mitgliedschaft der Staaten in anderen konkurrierenden Organisationen erschwert. Zu diesen zählen etwa die Mano-River-Union (MRU) oder der Communauté de l’Afrique de l’Ouest (CEAO), der inzwischen von der Union Economique et Monétaire Ouest-Africaine (UEMOA) abgelöst ist. Obwohl bereits der Abbau von Handelsschranken, die Abschaffung bestimmter
Zölle und der Binnenhandel als solcher genauer geplant wurden und
in Angriff genommen werden sollten, kann die ECOWAS bislang keine nennenswerten
Erfolge verzeichnen. Es bleibt deswegen fraglich, ob sich eine weitere
wirtschaftliche, geschweige denn politische Integration abzeichnen wird.
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