Fünfte Ausgabe Februar 2005
Zeitlupe - das online-magazin
Offene Karten statt geschlossene Gesellschaften
Die Entwicklungspolitik fristet nach wie vor ein Nischendasein. Der Medienpreis Entwicklungspolitik kann daran etwas ändern. Am 1. Dezember 2004 wurde er zum 28. Mal verliehen. Doch Bundespräsidialamt und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verschlafen ihre Möglichkeiten – und katapultieren damit entwicklungspolitische Fragestellungen noch weiter ins Abseits.
Europa und Afrika
Frankreich und Afrika – eine enge Beziehung unter sich stark verändernden Vorzeichen
Scheint die Beziehung zwischen Frankreich und Afrika heute so selbstverständlich wie die eines alten Ehepaares, wenn auch nicht immer problem- bzw. konfliktfrei, so doch wenigstens stets vorhanden, hat dieses Paar dennoch lange gebraucht um zueinander zu finden und dabei nicht wenige Konflikte durchlaufen. Der Fortbestand dieses Bandes auch für die Zukunft scheint indes sicher – wenn auch unter veränderten Vorzeichen.
Lexikon
EU-Afrika-Dialog
Der sogenannte EU-Afrika-Dialog begründet sich nach Angaben der Europäischen Union (EU) auf „gemeinsame Ziele und Werte“ wie sie sich im EU-Vertrag und der Gründungsakte der Afrikanischen Union (AU) sowie im Cotonou-Abkommen (letzte Neuformulierung der Lomé-Politik), im Barcelona-Prozess und schließlich dem Manifest der NEPAD (Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas) wiederfinden.
AKP-Staaten
Unter dem Sammelbegriff AKP-Staaten werden jene Länder aus Afrika (A), dem karibischen Raum (K) und dem pazifischen Ozean (P) zusammengefasst, die dem seit 1975 bestehenden Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union (EU) beigetreten sind...
EU-Entwicklungspolitik
Wenn man die Entwicklungspolitik der EU meint, spricht man innerhalb der Europäischen Union (EU) etwas undifferenziert von „Europäischer Entwicklungspolitik“ (EEP). Diese ist aber weder mit der Entwicklungspolitik einer über die EU hinausreichenden Staatengruppe, noch mit der Entwicklungspolitik der einzelnen EU-Staaten zu verwechseln. Bei der EEP handelt es sich also ausschließlich um die vergemeinschaftete Form der Entwicklungspolitik.
Lomé-Politik
Die inzwischen auf eine Stärke von 71 Staaten angewachsene Gruppe der AKP-Staaten beschreibt Entwicklungsländer, die Sonderbeziehungen in entwicklungspolitischer Hinsicht zur Europäischen Union (EU) unterhalten. Diese Form der Entwicklungspolitik wird gemeinhin auch als „Lomé-Politik“ bezeichnet.
Namibisch-Deutsche Beziehungen: mehr als ein Völkermord
Das nationale Trauma der namibischen Nation liegt bereits hundert Jahre zurück – obwohl der namibische Staat erst seit knapp 15 Jahren existiert. Was zunächst paradox erscheinen mag, erklärt die Ausstellung „Namibia – Deutschland. Eine geteilte Geschichte“, die noch bis zum 13. März im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen ist. Doch noch weit darüber hinaus informiert der Rundgang über das ambivalente Verhältnis der beiden Staaten und ihrer Bewohner bis zum heutigen Tag.
Reportage
Eine Cubata, eine weiße Wandtafel und der Schnurrbart des Übersetzers (Teil 2)
Die Liste der Notwendigkeiten ist lang. Die Eingreifer der verschiedenen humanitären Organisationen werden als Dilettanten mit guten Absichten wahrgenommen. Es wird auf Spenden des Welternährungsprogramms hingewiesen, die auf „verfaulten Maissamen, die der hiesigen Erde nicht angepasst sind“ beruhen und „nicht einmal keimen“, wie einer der Ältesten erzählt. Er trägt ein gelbes Hemd, auf dem die robusten und vitalen Gesichter von Michael Owen und David Beckham zu sehen sind...
Länderbericht
Äquatorialguinea: Alle Jahre wieder
Ein Traum scheint Wirklichkeit zu werden: An der Westküste Afrikas erreicht ein Land seit 1991 ein geradezu märchenhaftes jährliches Wirtschaftswachstum. Doch der Schein trügt. Stattdessen erschütterte im März 2004 erneut ein Putschversuch einen der kleinsten Staaten Afrikas. Der Versuch wurde vereitelt – und der Sohn der Eisernen Lady, Mark Thatcher, in Südafrika wegen finanzieller Unterstützung verurteilt. Äquatorialguinea – ein Land zwischen Erdölreichtum und Menschenrechtsarmut.
Aktuelle Pressestimmen
Februar 2005
Schlagzeile
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