| November 2004 |
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Zeitlupe - das online-magazin |
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| Frankreich im Krieg BERLIN (Zeitlupe) – Ein „neues Vietnam“ habe der Parlamentspräsident der Elfenbeinküste, Mamadou Coulibaly, den Franzosen prophezeit, schreibt Bartholomäus Grill in der ZEIT (11. November 2004). Doch das einstige Wirtschaftswunderland Afrikas brauche die ehemalige Kolonialmacht als Schutz vor der Selbstzerstörung. Der Verfasser sieht sich an Szenen der Kongo-Wirren in den 1960er Jahren erinnert, da die Opfer auf den Dächern ihrer Häuser stünden, während ihr Hab und Gut geplündert werde. „Tod den Franzosen“, riefen die Ivorer, doch nicht nur sie seien von den Ausschreitungen bedroht. „Der Hass des Mobs entlädt sich zuallererst auf weiße Zivilisten“, so Grill. Das Land ist durch den Bürgerkrieg zweigeteilt. Zwischen den Rebellen
im Norden und den Regierungstruppen im Süden seien 10 000 internationale
Soldaten stationiert: 6000 UN-Blauhelme und 4000 Franzosen, gibt der Verfasser
an. Nachdem bei einem Luftangriff auf eine französische Stellung
neun Soldaten umgekommen waren, zerstörten die Franzosen die ivorische
Luftwaffe, die nach Autorenangaben zwei Kampfjets und vier Helikopter
umfasste.
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