| November 2004 |
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Zeitlupe - das online-magazin |
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| Algerien nach 50jähriger Unabhängigkeit gespalten Eines ist sicher: Am 01. November 1954 wurde mit der Auslösung des Unabhängigkeits-krieges in Algerien der Grundstein für die Unabhängigkeit sowie wesentliche Verände-rungen in diesem Land gelegt. Die folgende Loslösung von Frankreich im Jahre 1962 hat nach Auffassung von Le Monde aber keine Einheit in Unabhängigkeit hinterlassen. HANNOVER (Zeitlupe) – Politische Akteure stünden sich selbst bei Kundgebungen zum Nationalfeiertag – eben jenem 1. November, der sich nun zum 50sten Male jährte - sowohl in Visionen, wie aber auch in historischer Betrachtung ihres Staates bemerkenswert distanziert gegenüber. Ihre Personifizierung finde diese Spaltung zum diesjährigen Nationalfeiertag in den Personen Abdelaziz Bouteflika, dem amtierenden Präsidenten Algeriens, sowie Hocine Aït-Ahmed, ehemaliger Sozialistenanführer und Kritiker des amtierenden Regimes. Beide bereits während des Unabhängigkeitskrieges
auf der politischen Bühne, stehen sie sich seitdem gegenüber,
was sich nun in ihren Ansprachen zum Feiertag und ihrer dabei erfolgen-den
Interpretation der Geschichte widerspiegelte. Der Präsident habe
dabei im Namen der „gerechten Sache“, die mit der Unabhängigkeit
auch historisch ihren Ausdruck finde, für ein starkes Algerien und
einem dem Westen gegenüber selbstbewusstes Nordafrika plädiert.
Sein Widersacher habe dagegen an Kritik an der Politik seit der Unabhängigkeit
nicht gespart. Die-se sei durch Korruption und „mafiöse Interessen“
nicht die des algerischen Volkes. Zum Artikel « Deux visions de l'Algérie s'expriment, cinquante ans après 1954 » von Jean-Pierre Tuquoi in Le Monde vom 02.11.2004 und Le Monde – online vom 01.11.2004.
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