| Mai 2004 |
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Zeitlupe - das online-magazin |
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| Die UN in der Klemme Neue Kämpfe im Osten des Kongo – Putschversuch in Kinshasa HEIDELBERG (Zeitlupe) – Seit der Amtseinführung der Provinzgouverneure am 26.5. kämpft eine Splittergruppe der RCD (Kongolesische Sammlung für Demokratie) gegen die neue Allparteienregierung. Die RCD-Rebellen waren erst kurz zuvor in die reguläre Armee integriert worden, so berichtet Dominic Johnson in der TAZ (1. Juni 2004). Inzwischen hat sich die Lage im Ostkongo wieder beruhigt, doch ein Putschversuch in der Hauptstadt Kinshasa (TAZ 12.6.2004) verdeutlicht die Instabilität der amtierenden Allparteienregierung. Die im Rahmen der MONUC in Bukavu stationierten mit einem robusten Mandat
ausgestatteten UN-Soldaten griffen auf Seiten der Regierungstruppen in
die Kämpfe ein. Trotzdem gelang es den Rebellen, mit Unterstützung
aus einer Nachbarprovinz und dem nahen Ruanda, die Stadt unter ihre Kontrolle
zu bringen (TAZ vom 2.6, 3.6 und 7.6.2004). Gleichzeitig sah sich das
Oberkommando der MONUC in Kinshasa heftigen Protesten der Bevölkerung
ausgesetzt, die ein mangelndes Engagement der UN-Truppe im Kampf um Bukavu
kritisierten. Bei den Ausschreitungen wurden UN-Fahrzeuge und Gebäude
beschädigt. Nur kurze Zeit später wurden von Seiten der belgischen
Regierung Vorschläge einer EU-Eingreiftruppe für den Kongo laut.
Nach dem Wiederstand anderer EU-Mitglieder, unter ihnen auch Deutschland,
wurde die Idee aber wieder verworfen (TAZ 9.6.2004).
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