Mai 2004

Zeitlupe - das online-magazin

Der allgegenwärtige Tod an Sudans Grenze

Grausame Zustände in den Flüchtlingslagern im benachbarten Tschad / Die ZEIT

BERLIN (Zeitlupe) – Man weiß nicht wem und was man glauben soll, berichtet Hans Christoph Buch über die Lage in der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur in der ZEIT (19. Mai 2004). Durch die Vermittlung von Eindrücken unterschiedlicher Beteiligter versucht der Autor aus einem Flickenteppich ein Bild zu entwerfen.

So kommt vom Polizeichef im Tschad, über Flüchtlinge in den Lagern von Toulum, Biné und Bahai bis hin zum sudanesischen Botschafter eine Vielzahl von Stimmen zu Worte. Gleich haben indes alle nur eins: Keiner von ihnen befindet sich in Darfur, sondern im benachbarten Tschad, denn in die umkämpfte Region haben laut Autor Journalisten keinen Zugang.
Stattdessen schildert somit ein sudanesischer Flüchtling das grausame Vorgehen der Milizen, die ihm in Schulter und Bein geschossen hätten, als er seine Töchter vor der Vergewaltigung zu schützen versuchte. Doch in den Flüchtlingscamps gehe das Leid auf anderer Ebene weiter. Die Versorgung funktioniere nur spärlich. Erst stürben die wenigen Tiere, die die Vertreibung überlebten, dann stürben die Menschen. „Die ethnische Vertreibung aus Darfur ist keine Erfindung von CNN“, resümiert somit Hans Christoph Buch. Es gebe sie wirklich. (max)


Link: http://www.zeit.de/2004/22/Sudan

 

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