Mai 2004

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Kollektives Versagen, wäre da nicht...

Warum der Widerstand gegen die UN den Friedensnobelpreis verdient / DIE ZEIT

BERLIN (Zeitlupe) – Der Westen hat beim Völkermord in Ruanda versagt, schreibt Rupert Neudeck in der ZEIT (13. Mai 2004). Der Einzige, der sich für die eigentlichen Ziele des Westens eingesetzt hat, sei Romeo Dallaire gewesen. Der kanadische Kommandeur der Blauhelmtruppen in Ruanda habe sich gegen den Beschluss der Vereinten Nationen (UN), die Blauhelmtruppen aus Ruanda abzuziehen, widersetzt.

Auf die 2003 veröffentlichten Erinnerungen Dallaires beziehe sich auch Linda Melvern in ihrem Buch „Ruanda“ immer wieder. Detailgetreu beschreibt die Autorin die Beteiligung und somit auch das Versagen der westlichen Welt beim „schnellsten Völkermord der Zeitgeschichte“, so der Rezensent.
Rupert Neudeck sieht sich nach der Lektüre des Buches dazu veranlasst, Romeo Dallaire im Rahmen seiner Möglichkeiten für den diesjährigen Friedensnobelpreis „vorzuschlagen“. An dessen Seite solle Co-Kommandeur Henry Anyidoho aus Ghana geehrt werden, nicht zuletzt wegen der Symbolträchtigkeit des interkontinentalen Duos. (dok)

Link: http://www.zeit.de/2004/21/P-Ruanda

 

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