| Mai 2004 |
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Zeitlupe - das online-magazin |
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| Dem Morden angemessen begegnen Human Rights Watch beobachtet Menschenrechtsverletzungen
/ DIE ZEIT BERLIN (Zeitlupe) – Die Regierung im sudanesischen Khartoum arbeitet Hand in Hand mit arabischen Milizen, berichten Lotte Leicht (Human Rights Watch) und Leslie Lefkow (Afrika-Referentin) in der ZEIT (06. Mai 2004). Die Milizionäre sollen die Region Darfur im Westen des Landes „ethnisch säubern“, so die Verfasserinnen. Seit einiger Zeit erreichten die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen in der Region. Arabische Milizen, die „Janjaweed“ genannt werden, töten schwarzafrikanische Zivilisten, brandschatzen deren Dörfer, morden, vergewaltigen, vertreiben, verbreiten Angst und Schrecken, so die Autorinnen. Über eine Million Menschen seien bereits auf der Flucht. Schon im Februar habe die Europäische Union eine Untersuchung der Verbrechen gefordert. Im April haben nach Angaben der Verfasserinnen die EU-Außenminister die sudanesische Regierung aufgefordert, ihre Truppen wieder dem Regierungskommando zu unterstellen. Bisher sei nichts unternommen worden, um die derzeitige Praxis zu ändern oder zu stoppen. Dem Morden muss endlich angemessen begegnet und eine unabhängige Untersuchungskommission eingerichtet werden, fordern Lotte Leicht und Leslie Lefkow. (dok) Link: http://www.zeit.de/2004/19/sudanhrw
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