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Berufschancen für Uniabsolventen in der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika

UniSpiegel, 2/2004: 19. April 2004

Ob in Projekten der Kommunalförderung in Mali oder im Großstadtjungel Nairobis, die aktuelle Ausgabe des UniSPIEGEL (2/2004) beschäftigt sich mit Berufchancen für Hochschulabsolventen in der Entwicklungszusammenarbeit auf dem afrikanischen Kontinent. In zwei Artikeln wird über die Arbeits- und Lebenswelt zweier junger Entwicklungsexpertinnen berichtet.

HEIDELBERG (Zeitlupe) - „Tubab“, Weißnase, so wird sie von den Kindern gerufen wenn sie in den ländlichen Regionen Malis unterwegs ist. Andrea von Rauch arbeitet als Landschaftsplanerin für die Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und ist seit 2003 in einem Programm für Kommunalförderung in Mali tätig. Die 32 jährige Projektassistentin hat sich zu Anfang „sehr auf die [afrikanische] Mentalität einstellen müssen“, doch heute findet sie ihren Job „aufregend und spannend“. Gemeinsam mit einheimischen GTZ-Mitarbeitern versucht sie z.B. Landstreitigkeiten zwischen Nomaden und Ackerbauern beizulegen.
Mit völlig anderen Problemen hat Heike Höffler GTZ-Mitarbeiterin in Nairobi umzugehen. Seit Wochen streiken die städtischen Angestellten wegen ausstehender Löhne. Die Folgen sind nicht zu übersehen und vor allem leicht zu riechen: Kenias Hauptstadt versinkt im Müll. Für Menschen mit empfindlichen Nasen ist die Entwicklungszusammenarbeit in den Großstädten des afrikanischen Kontinents also nichts. Heike Höffler lässt sich davon und auch von der erschreckend hohen Kriminalitätsrate nicht von ihrer Arbeit abbringen. Im Zuge ihrer Tätigkeit berät sie das Landwirtschaftsministerium, scheut aber auch den direkten Kontakt mit der Bevölkerung nicht wenn sie z.B. den City Park Hawkers Market besucht um mit den Händlern über deren Probleme zu diskutieren.
Es sind schon lange nicht mehr nur Ingeneure und Techniker die für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nach Afrika gehen. Mit ihren Nachwuchsförderungsprogrammen sprechen GTZ und DED (Deutscher Entwicklungsdienst) ganz gezielt auch junge Geistes- und Sozialwissenschaftler an. Vor allem auf Zusatzqualifikationen neben dem Studium wie Sprachkenntnisse und Auslandsaufenthalte legen die Verantwortlichen bei GTZ und DED besonderen wert. Ob für Stipendiaten oder Berufseinsteiger, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bietet zahlreiche Möglichkeiten den afrikanischen Kontinent hautnah kennen zu lernen.

(ub)

Aktuelle Ausgabe des UniSPIEGEL: http://www.spiegel.de/unispiegel/heft/0,1518,ausg-1470,00.html

Weitere Links zu Berufschancen und Stipendien in unserem Linkverzeichnis


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