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Befreiungskampf der Landlosen

Droht Südafrika das Schicksal Simbabwes? / "DIE ZEIT"

DIE ZEIT, Nr. 12: 11. März 2004, 59. Jahrgang, S. 11.

Berlin (zeitlupe) – Trotz der Reformbemühungen in Südafrika kann sich die Landfrage auf die Parlamentswahlen am 14. April auswirken, schreibt Bartholomäus Grill für die „ZEIT“ (11. März 2004). Die Rückgabe und Umverteilung von Agrarland weißer Farmer an schwarze Landlose führe zu explosiven gesellschaftlichen Spannungen.

Zwar ist laut Verfasser eine Entwicklung wie im nördlichen Nachbarland Simbabwe, wo die Landenteignung zu blutigen Auseinandersetzungen und internationalem Aufsehen geführt hat, vorerst nicht zu erwarten. Doch wage die Regierung des African National Congress (ANC) vor den Wahlen keine klare Positionierung. Im Rahmen einer „neoliberalen Strategie“ werde dieser deshalb eine Unterstützung der gesellschaftlichen Spaltung vorgeworfen.
So sind seit dem Ende der Apartheid vor zehn Jahren Rückgabe und Umverteilung des Farmlandes nur sehr schleppend vorangetrieben worden, stellt der Verfasser fest. Noch immer gehöre der weißen Minderheit rund 80 Prozent des Bodens. Doch zeige sich auch, dass die Landreformen durch fehlendes Know-how schwarzer Farmer und Ressentiments weißer Zulieferer zu Versorgungs- und Leistungsproblemen der südafrikanischen Wirtschaft führe. (max)

Zum Artikel in der Zeit:
http://www.zeit.de/2004/12/Landreform


 

 


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