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Der Sound der Freiheit verdrängt den Gospel

Kwaito erobert das neue Südafrika / „DIE ZEIT“

DIE ZEIT, Nr. 12: 11. März 2004, 59. Jahrgang, S. 43.

BERLIN (Zeitlupe) – In Südafrika hat zehn Jahre nach dem Ende der Apartheid ein neuer Musikstil den Markt erobert, bemerkt Thomas Gross in der „ZEIT“ (11. März 2004). Kwaito verbinde moderne Rap- und Hip-Hop-Klänge mit traditionellen afrikanischen Einflüssen und repräsentiere somit die neue junge Township-Generation.

Aus dem berüchtigten Stadtteil Soweto in Johannesburg sind einige der Nachwuchsbands der südafrikanischen Musikszene entwachsen, schreibt der Autor. Nun seien sie allgegenwärtig in der Alltagskultur der pulsierenden Metropole. Mzekezeke, Mapaputsi, TKZee, Mandoza, Boom Shaka und Bongo Maffin verkörpern mit Zulu-Texten und westlicher Rap-Musik den Sound der Freiheit und der Geschichte Südafrikas, so Thomas Gross.
Kwaito steht ebenso für das letzte Jahrzehnt der Gleichberechtigung wie für vierzig Jahre Diskriminierung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit, meint der Verfasser weiterhin. Es ginge weniger um eine musikalische Verführung oder ein bestimmtes Aussehen, als um „die richtige Haltung zur richtigen Zeit“. Die „Geister der Freiheit“ klängen anders als der chorale Gospel-Gesang, der durch die neue Szene zunehmend aus den Plattenregalen verdrängt werde. „Dis is a frrree country.“ zitiert Thomas Gross den neuen Star Mzekezeke. (max)


 

 


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