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Straßenschulen machen in Senegal Karriere / „ethnotrade“

BERLIN (Zeitlupe) – In den Armenvierteln der senegalesischen Hauptstadt Dakar trifft man immer häufiger auf Straßenschulen, schreibt Ingrid Aouane in der interkulturellen Handelszeitung „ethnotrade“. In Blechhütten oder kleinen Garagen würden Vorschul-, Nachhilfe- und Abendschulunterricht von Französisch bis Mathematik gegeben.

Die rund 200 „Helferinnen und Helfer“ haben sehr unterschiedliche Aufgaben, beschreibt Ingrid Aouane. Während sich etwa der 32-jährige Seydou Nourou Tall mit fünfjährigen Kindern beschäftige, gebe Awa Diaw Nachhilfeunterricht für ältere Kinder. Wichtig sei allen „Helferinnen und Helfern“, dass sie nicht als Lehrer angesehen würden, weil sie den negativen Auswirkungen der „Schüler-Lehrer-Hierarchie“ entgehen möchten.
Die Straßenschulprogramme werden laut Verfasserin auch von Nichtregierungsorganisationen gefördert. So unterstütze etwa „Enda Third World“ rund 35 Schulen in den Straßen Dakars. Die Organisation sehe den Bildungsrückstand als wesentliches Merkmal der Unterentwicklung. Was der Staat nicht leiste, müsse auf anderem Wege erbracht werden. (max)

 

 


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