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| Zwischen Gold und Gastfreundschaft Politik, Wirtschaft und Tourismus in der Republik Mali / „ethnotrade“ BERLIN (Zeitlupe) – Als „Vorzeigedemokratie in West-Afrika“ bezeichnet Bernhard Heider die Republik Mali in der interkulturellen Handelszeitung „ethnotrade“ (Februar/März 2004). Von seinem Goldreichtum bleibe dem dünnbesiedelsten Land Afrikas aber nur wenig, weshalb zunehmend auf die Tourismusbranche gesetzt werde. Allerdings bereisen nur gut 5 000 Deutsche jährlich
den Flächenstaat Mali, der fast dreimal so groß wie die Bundesrepublik
ist, so der Verfasser. Dem stünden etwa 51 000 Franzosen gegenüber,
was auf die Ausbaufähigkeit der Branche hindeute. Doch auch von den
63 Tonnen reinen Goldes, die von den rund 200 000 malischen Arbeitern
jährlich aus den Minen gehoben würden, erhoffe man sich größeren
Gewinn. Nur etwa 20 Prozent des Goldgewinns gingen bislang an den malischen
Staat, weil es nur zwei ausgebildete Bergbauingenieure im Land gebe und
somit die besonders lukrative Arbeit von ausländischen Firmen vollzogen
werde.
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