Erste Ausgabe März/April 2002

Zeitlupe - das online-magazin

Myriam PrienEditorial

Sektkorken fliegen, Gläser klirren, das Internet bebt:
Die Zeitlupen-Zeitrechnung hat begonnen! Der virtuelle Urknall lässt die Welt für einen atemlosen Augenblick innehalten, die reelle Zeit verlangsamt sich, alles gerinnt zur Zeitlupe: schauen wir dem Leben in seine schöne Fratze... Doch was geschieht jetzt? Schon verflüssigt sich unser Blick und die Stunde Null zieht plötzlich wie ein Kometenschweif vorüber, Zeichenketten brechen sich Bahn in unsere Gehirne...

Was bleibt ist die erste Ausgabe. Unter der Prämisse ‚weniger ist mehr' balanciert die Zeitlupe zum Auftakt zwischen provokanter und impulsgebender Geste - so soll es auch in Zukunft sein.

"Statt eines Interviews" heißt unser Briefwechsel mit der parteilosen Jung-Europaabgeordneten Ilka Schröder, die unsere Fragen erst unzumutbar fand, sie dann aber doch von hinten herum beantwortete.

Brutalst möglich watet Sven Ribcke durch den SPD-Spendensumpf in Nordrhein-Westfalen, doch nicht ohne Vorschläge zu seiner Trockenlegung.

Im ersten Teil unserer Serie "Ist der Idealismus tot?" spürt der Hamburger Henning Stedtfeld dem Links- und Rechtssein nach.

Die Zeitlupe ist ein Autorenblatt. Die Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen mit ihren Reaktionen eine feurige Diskussion im Forum anzuzünden.

Viel Vergnügen beim Lesen

Myriam Prien
Chefredakteurin

 

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